Berufsbildende Schulen des
Landkreises Nienburg/Weser

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Gestern - Heute - Morgen

 

Gestern ...

Bis zum 31. Dezember 2010 war das Berufliche Gymnasium unter der Bezeichnung Fachgymnasium ein fester Bestandteil in der Bildungslandschaft des Landkreises Nienburg. Durch das neue Niedersächsische Schulgesetz, das am zu Beginn des Jahres 2011 in Kraft trat, änderte sich auch die Bezeichnung dieser Schulform, um den Begriff der meisten anderen Bundesländer zu übernehmen. Dabei kann das Fachgymnasium durchaus auf eine 30-jährige Geschichte in Nienburg zurückblicken.

Die bildungspolitische Diskussion der 70-er Jahre hatte zu einer Neugestaltung der Schulbildung im Sekundarbereich II geführt. Neben die gymnasiale Oberstufe der allgemein bildenden Gymnasien trat gleichberechtigt das Fachgymnasium - die gymnasiale Oberstufe eines beruflichen Gymnasiums.

Im Jahr 1977 hatte eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachbereichen unter Leitung von StD'in Queíßer mit den Vorbereitungen zur Einführung dieser Schulform an den Berufsbildenden Schulen begonnen. Anfang 1979 war es dann soweit: Die Bezirksregierung Hannover als obere Schulbehörde und der Landkreis Nienburg. als Schulträger erteilten dem Schulleiter, OStD Heydel, die Zusage, im Schuljahr 1979/80 ein Fachgymnasium einzurichten.

Am 13. Juli 1979 wurden die ersten Schüler eingeschult. Mit 60 Schülern, 10 im Fachgymnasium Landwirtschaft, 22 im Fachgymnasium Technik und 28 im Fachgymnasium Wirtschaft, begann der Unterricht im Vorsemester des ersten Halbjahres der Klasse 11. Das sich anschließende Kurssystem erstreckte sich auf vier Halbjahre. Im abschließenden Prüfungssemester wurde 1982 die erste Abiturprüfung an unserer Schule unter Aufsicht der Bezirksregierung Hannover, durchgeführt.

Schulleiter OStD Heydel und StD Harms als Abteilungsleiter konnten am 04. Juni 1982 zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen 37 Schüler, 5 im FG Landwirtschaft, 13 im FG Technik, davon 5 im Schwerpunkt Metalltechnik und 8 in Elektrotechnik sowie 19 im FG Wirtschaft, als erste Abiturienten der BBS Nienburg in der Aula feierlich entlassen.

Das niedersächsische Schulgesetz schreibt seit 1980 für alle Gymnasien im berufsbildenden Schulwesen die für manche zunächst etwas irritierende Bezeichnung 'Fachgymnasium' mit dem Zusatz der jeweiligen Fachrichtung vor. Im Jahr 1986 wurde letztmalig ein Abitur im FG Technik, Schwerpunkt Metall, durchgeführt. Das FG Technik ist seitdem bei uns gleichbedeutend mit Elektrotechnik. Das FG Landwirtschaft wird seit 1988 als Fachgymnasium Agrarwirtschaft geführt. Der neue Schulleiter, OStD Meier, unterstützte die weitere Expansion des Fachgymnasiums in den 90er Jahren. Als der langjährige Abteilungsleiter des FG, StD Ernstmeier, am 31. März 2000 verabschiedet wurde, hatte sich das FG als berufliches Gymnasium neben den allgemein bildenden Gymnasien in der Nienburger Schullandschaft fest etabliert.

Von April 2000 bis Januar 2008 leitete StD Krömer das Fachgymnasium an den BBS Nienburg. Unter seiner Führung setzte sich das Kollegium neue Schwerpunkte im Bereich methodischer und wissenschaftspropädeutischer Schulung. Die Arbeit in Projekten sowie ein enger Kontakt zu heimischen Unternehmen sowie zu Universitäten sollte eine bewusstere Hinführung der Schülerinnen und Schüler auf ihren späteren Berufsweg erreichen. Eine Verordnung des Kultusministeriums im Jahr 2001 führte einen neuen Begriff ein: Fachgymnasium Gesundheit und Soziales. Unter diesem Oberbegriff ergänzen der Schwerpunkt Agrarwirtschaft und seit dem Schuljahr 2003/2004 auch der Schwerpunkt Sozialpädagogik das Bildungsangebot des Fachgymnasiums.

Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde die gymnasialen Oberstufe erneut reformiert. Seit 2007 legen alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen zentrale Abiturprüfungen ab. Am Fachgymnasium der BBS Nienburg erreichten im ersten Zentralabitur 95 Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife, im Folgejahr 62. Erstmals mussten im Abitur 2008 fünf anstatt vier Prüfungsfächer bewältigt werden.

Seit Februar 2008 ist StD Wahl mit seiner Stellvertretin StR’in Jaschinski und den Jahrgangsleitern StR Deister, StR Dreyer und OStR’in Heuermann für die Leitung des Fachgymnasiums verantwortlich.

 

Heute ...

Die vier Beruflichen Gymnasien stellen ein sehr differenziertes Angebot für die Schülerinnen und Schüler in der Region Nienburg dar - eine clevere Alternative!

Im Schuljahr 2008/2009 besuchen 306 Schülerinnen und Schüler besuchen unsere vier beruflichen Gymnasien, davon 179 die Qualifikationsphase. Zur letzten Abiturprüfung wurden 67 Schülerinnen und Schüler zugelassen.

Zum laufenden Schuljahr wurden 128 Schülerinnen und Schüler in fünf Klassen der Einführungsphase aufgenommen, davon jeweils zwei im FG Wirtschaft und im FG Sozialpädagogik. Die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien Agrarwirtschaft und Technik werden mit Ausnahme der Profilfächer in einer Klasse gemeinsam beschult.

Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde durch eine erneute Reform der gymnasialen Oberstufe das Kurssystem abgeschafft. Seit 2007 legen alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen zentrale Abiturprüfungen ab. Am Beruflichen Gymnasium der BBS Nienburg erreichten im ersten Zentralabitur 95 Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife, im Folgejahr 62. Erstmals mussten im Abitur 2008 fünf anstatt vier Prüfungsfächer bewältigt werden.


Morgen ...

Die Verkürzung der Schulzeit an allgemeinbildenden Gymnasien auf acht Jahre hat indirekt auch zur Profilierung der Beruflichen Gymnasien geführt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die nach Klasse 9 oder 10 von Gymnasien der Stadt und des Landkreises Nienburg zum Fachgymnasium bzw. Beruflichen Gymnasium wechseln, ist deutlich angestiegen. Ein Grund dafür ist die Beibehaltung des Abiturs nach 13 Jahren und die damit verbundene geringere Wochenstundenzahl, die noch Freiräume für Freizeitaktivitäten lässt. Auch der wachsende Bekanntheitsgrad des Fachgymnasiums bei der ausbildenden heimischen Wirtschaft hat dazu geführt, dass viele Abiturientinnen und Abiturienten einen Ausbildungsplatz in der Region finden. Die Rückmeldungen von Studierenden, dass sie insbesondere in Profilfächern wie Betriebswirtschaft oder Elektrotechnik, gut an der BBS Nienburg vorbereitet wurden, sprechen sich ebenfalls herum.

Das seit 2011 geltende Niedersächsische Schulgesetz gibt den Schulträgern zusätzliche Möglichkeiten, ihr Bildungsangebot zu gestalten. Bisher stammten rund 60 Prozent der Schülerschaft des Fachgymnasiums von den Realschulen aus dem Landkreis sowie benachbarter Gemeinden. Der gute Kontakt zu diesen Schulen wird erhalten bleiben, auch wenn an manchen Orten Oberschulen gegründet werden. Das Berufliche Gymnasium bietet an, für diese Realschulen und Oberschulen als gymnasiale Oberstufe zu dienen, um ihren Schülerinnen und Schülern einen geradlinigen Weg zur Allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur aufzuzeigen.


 

Ansprechpartner:

Abteilungsleiter für den Fachbereich: Herr Wahl, Studiendirektor, mehr Informationen...

 


www.bbs-nienburg.de | info@bbs-nienburg.de