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Termine:
Die Anmeldung für das Schuljahr 2007/2008 ist ab dem 1. Feb. 2007 möglich. Sie finden dann hier einen Link zu den Online-Formularen.
Nachschlagewerke für den Agrar-Bereich
Alles wird gut?!
BBS-Weihnachtsgottesdienst mit 600 Schülern
Alles wird gut?!" Das Fragezeichen und das Ausrufungszeichen
dieses Satzes bildeten den roten Faden im Weihnachtsgottesdienst der BBS
Nienburg,
der mit mehr als 600 Schülerinnen und Schülern in der Aula stattfand.
„
Wie kann alles gut sein?", fragte ein junger Mann seinen Dialogpartner
in einem Anspiel, „wenn ich auf meine zwanzig Bewerbungen um einen
Ausbildungsplatz nur Absagen erhalte?" Die Antwort wurde von einem
Team aus Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften
im Fach Religion unter Federführung von Berufsschulpastor Hans-Werner
Müller vorbereitet: Gerade weil augenscheinlich nicht alles „gut" sei
in unserem Alltag, erscheine die Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung
Gottes so nötig. Das Thema des Gottesdienstes kam kaum überraschend.
Durch die Adventszeit geleitete die Schüler wie die Lehrerschaft
ein in Nienburg „einzigartiger Adventskalender". Für jeden
Tag hatten Schülerinnen und Schüler aus dem Fachbereich der
sozialen Berufe in ihrer Freizeit in „Schönschrift" Verheißungsworte
aus der Bibel auf Plakate geschrieben. So füllte sich bis zum letzten
Schultag nach und nach der Glasgang der Schule mit Hoffnungstexten. BGL-Schüler
der Abteilung Holztechnik hatten dazu Bilderrahmen angefertigt, die die
Plakate mit den Bibelworten ins rechte Licht rückten.
Die musikalische Ausgestaltung der Feier übernahm die Musik- AG der
Berufsbildenden Schulen sowie ein Posaunenchor unter der Leitung von Studienrat
Tjark Stein. Die Mitwirkenden aus der Schülerschaft und dem Lehrerkollegium
begleiteten nicht nur die gesungenen Weihnachtslieder, sondern bereicherten
den Gottesdiensten auch mit eigenen Beiträgen.
Weihnachtsstimmung an unserer Schule

...
und hört die Posaunen klingen - ... >> hier..
Landessieger als Industriemechaniker...
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der
Diepholzer Kreiszeitung,
Frau Seidel, vom 20.12.2006.
BBS-Projekt: Menschen mit Behinderungen in der Literatur
„Mickey Maus ist kleinwüchsig und Forrest Gump ist nicht normal.“ Aussagen wie diese belegen, dass Behinderungen auch in unterschiedlichen Formen der Literatur ihren Niederschlag finden. Dies zu zeigen, hatte ein sich ein Projekt der Fachschule Heinerziehungspflege an der BBS Nienburg zum Ziel gesetzt.
Die Fachschülerinnen und Fachschüler im dritten Ausbildungsjahr
hatten mit Oberstudienrätin Mechthild Prins eine Ausstellung geschaffen,
die den Charakter eines literarischen Salons aufwies. In der Schülerbibliothek
der BBS stellten sie mit vier Schwerpunkten dar, wie Menschen mit Behinderungen
in der Literatur dargestellt werden. Anhand ausgestellter Bücher oder
durch Auszüge aus Romanen konnten andere Klassen der Berufsbildenden
Schulen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass viele Charaktere sowohl
in der Unterhaltungsliteratur als auch in anspruchsvolleren Werken ihre Besonderheit
durch ihre Behinderung erfahren. Ähnliches trifft auf Helden in der
Jugendliteratur zu. Bei diesem Schwerpunkt veranschaulichte die Projektgruppe
verschiedene Formen geistiger und körperlicher Behinderung und ordnete
ihnen bestimmte Bücher zu. Die Gruppe, die Märchen und Kinderbücher
zum Thema hatte, fasste Besucher in Kleingruppen zusammen, analysierte das
Auftreten von Behinderungen und moderierte eine Diskussion über die
Eindeutigkeit von Behinderung. Auch beim Schwerpunkt Comics stellte sich
heraus, dass viele Figuren ihre körperlichen, geistigen und sozialen
Behinderungen durch andere besondere Fähigkeiten ausgleichen.
Für viele der Besucher war das Anliegen der Ausstellung bisher kein
Thema. Die Gespräche zeigten aber, dass Erstaunen, Skepsis und Offenheit
bei der Beschäftigung mit Behinderungen einen Diskussionsprozess anregten,
der beispielsweise die Frage beinhaltete, ob man über Behinderungen
lachen darf oder ob Schwererziehbarkeit überhaupt eine Behinderung ist.

Die
Ausstellung der Bücher regte zu vielen Diskussionen an.
Chemiekurs bei Mini-Praktikum an der Universität Bremen
Da sich Universitäten für Schule und Wirtschaft öffnen wollen,
hoffen sie auf Resonanz von entsprechender Seite. Ein Chemiekurs des Fachgymnasiums
unter Leitung von Oberstudienrätin Bianca Helmke nahm ein Angebot der
Universität Bremen an, einen Tag im Schülerlabor zu arbeiten.
Das Schülerlabor ist eine Initiative einiger Bremer Chemieprofessoren,
das mit Mitteln des Fonds der Chemischen Industrie gefördert wird. Die
Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs wurden von zwei Studentinnen
mit dem Labor vertraut gemacht und bei ihrem Titrationspraktikum begleitet.
Unter anderem wurden die Wasserhärte, der Zuckergehalt einer Zuckerlösung
sowie der Fruchtsäuregehalt von Orangensaft bestimmt. „Die Labore
an der Universität sind technisch auf einem ganz anderen Stand als an
einer Schule“, sagte Bianca Helmke, „und es war für die
Schülerinnen und Schüler aufschlussreich, praktisches wissenschaftliches
Arbeiten im Bereich der Forschung kennen zu lernen.“

BBS Nienburg schließt Partnerschaft mit finnischer Berufsschule
Die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Nienburg haben einen neuen internationalen Partner. Eine Delegation der BBS kehrte mit einer Vereinbarung zum wechselseitigen Austausch von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften aus Finnland zurück.
Oberstudiendirektorin Sabine Schroeder und die Oberstudienräte Eckhard
Brennecke und Martin Wahl folgten der Einladung von finnischen Lehrkräften
aus Seinäjoki, die im Oktober die BBS Nienburg besucht hatten (DIE HARKE
berichtete). Die Kontakte hatten sich durch die Teilnahme beider Schulen
am Qualitätsnetzwerk der Europäischen Union „Quality in School“ (QiS)
ergeben.
Finnland, das durch seine Spitzenposition beim internationalen Schulvergleichstest
PISA Furore gemacht hatte, versprach ein besonders interessanter Partner
zu werden. Diese Erwartungen der Nienburger Lehrkräfte wurden eindeutig
bestätigt. Die berufsbildenden Schulen der westfinnischen Stadt mit
36.00 Einwohnern umfassen 4200 Schüler, 250 Lehrer und 150 Mitarbeiter.
Auf den ersten Blick erscheint die Schule wie ein großes Unternehmen.
In mehreren Hallen werden Autos und LKW gewartet, Unfallschäden beseitigt
und Lackierarbeiten durchgeführt. Für nur 1000 Euro Eigenbeteiligung
können Schüler im Kfz-Gewerbe den LKW-Führerschein erwerben.
Seinäjoki koulutuskeskus verfügt über eine Bäckerei,
eine Konditorei, eine Schlachterei und eine Großküche, in der
pro Tag 4000 Essen produziert und die Erzeugnisse verkauft werden. Das kostenlose
Schulessen wird in mehreren Kantinen und Restaurants von den angehenden Restaurantfachkräften
serviert. Für die Gäste aus Nienburg fand die Bedienung natürlich
auf Englisch statt. Im Friseursalon der Schule wie auch in den Holzwerkstätten
und dem Elektroniklabor trafen die BBS-Lehrkräfte auf freundliche und
auskunftsfreudige Schülerinnen und Schüler, die voller Motivation
ihre Arbeit erläuterten. Besonders augenfällig war die Identifikation
mit ihrer Tätigkeit auf drei Baustellen auf verschiedenen Grundstücken
in der Stadt. Dort werden Häuser in unterschiedlicher Fertigungsweise
vom Fundament bis zur Endabnahme nur von Schülern erstellt und anschließend
zum üblichen Marktpreis verkauft.
Die Nienburger Delegation sah kleine Klassen, eine individuelle Betreuung,
dazu sechs Lehrkräfte, die nicht unterrichten, sondern sich ausschließlich
um schulische und private Probleme der Schülerinnen und Schüler
kümmern. Die dreijährige Berufsausbildung nach Klasse 9 findet,
von sechs Wochen Betriebspraktikum abgesehen, durchgehend in der Schule statt,
sodass die Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern recht persönlich
und intensiv sind. Der Jahresetat der Schule von 31 Millionen Euro sorgt
für großzügige technische und personelle Ausstattung. Die
gute pädagogische Arbeit hat dazu geführt, dass diese Berufsschule
zu den fünf besten in Finnland gehört.
Die Schulleiter Matti Yli-Lahti und Sabine Schroeder unterzeichneten eine
Vereinbarung, die einen jährlichen Austausch von Schülern ggf. über
mehrere Wochen vorsieht. Die finnischen Schüler sollen deutsche Betriebe
und die duale Berufsausbildung kennen lernen. Für die Nienburger Schülerinnen
und Schüler bietet sich die Chance, in der sehr gut ausgestatteten Berufsschule
an den dort laufenden Projekten mitzuarbeiten und im schuleigenen Internat
zu wohnen. Damit diese Jugendlichen nicht allein reisen müssen, werden
sie zumindest auf dem Hinflug von Lehrkräften ihrer Schule begleitet,
die sich ihrerseits darauf freuen, die geknüpften freundschaftlichen
Kontakte im Gastland fortführen zu können.

BBS-Schulleiterin Sabine
Schroeder mit ihren Kollegen Eckhard Brennecke und Martin Wahl sowie den
finnischen
GastgebernLena Slotte-Siljamäki,
Maija-Liisa Saarnisto und Matti Yli-Lahti (v.l.)
nach der Unterzeichnung
der Partnerschaftsvereinbarung
BBS Nienburg und ARGE fördern professionelles Bewerbungstraining
Schwache schulische Leistungen, ein problematisches Elternhaus oder mangelndes Selbstbewusstsein sind keine guten Voraussetzungen für Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Birgit Krämer, Diplom-Sozialarbeiterin an der BBS Nienburg, und die ARGE Arbeitsmarktservice im Landkreis Nienburg verhelfen den Jugendlichen mit einem Konzept gestufter Maßnahmen zu besseren Startbedingungen .
„Wir wollen nicht zusehen, wie die Jugendlichen erst am Ende ihrer
Schulzeit über eine Berufsperspektive nachdenken und dann natürlich
keinen Ausbildungsplatz mehr finden“, sagt Birgit Krämer. Dann
seien Misserfolge garantiert. Ziel des Projektes für zehn Klassen in
den einjährigen Berufsfachschulen der Bereiche Metalltechnik, Körperpflege,
Hauswirtschaft und Ernährung ist es, möglichst professionell eine
Bewerbung anzugehen und Selbstvertrauen aufzubauen. Um die Lehrkräfte
an der BBS zu entlasten, aber auch um den direkten Kontakt zu Profis aus
der Arbeitswelt zu vermitteln, übernahm die Personal- und Unternehmensberatung
UP CONSULTING aus Rotenburg das Bewerbungstraining für diese Schülerschaft.
Mit ihrem Programm JUMP versuchten insgesamt fünf Trainer den 16-18-Jährigen
die Grundlagen einer Bewerbung an konkreten Beispielen zu erläutern.
Die Auswahl des Bewerbungsfotos, die Gestaltung der Bewerbungsmappe, Strategien
bei der telefonischen Bewerbung oder das „professionelle“ Auftreten
beim Vorstellungsgespräch standen im Mittelpunkt der Seminare.
Diese von der ARGE mit unterstützte Maßnahme ist einer der Ansätze,
die Jugendlichen an der BBS den Weg in den Beruf zeigen wollen. Nach dem
Bewerbungstraining setzt das individuelle Einzeltraining ein, das Birgit
Krämer durchführt. Darauf baut ein freiwilliges Kompetenztraining
in Kleingruppen von acht bis zehn Schülern auf. „Wir versuchen,
dass wir durch diese präventiven Maßnahmen Frust gar nicht erst
entstehen lassen und eine möglichst hohe Vermittlungsquote erreichen“ hofft
die Diplom-Sozialarbeiterin.
Auch Carola Sielbeck, Fallmanagerin im JOBCenter Nienburg findet es wichtig,
dass durch das gemeinsam durchgeführte Bewerbungstraining ein frühzeitiger
Kontakt zum persönlichen Ansprechpartner und Ausbildungsstellenvermittler
entsteht.

Birgit Krämer
(BBS Nienburg) und Carola Sielbeck (Jobcenter Nienburg) (v.r.) begleiten
Rudolf
Tiede von UP Consulting beim Bewerbungstraining